Werden und Wachsen der Gemeinde in Engelsbrand

Jesus sagte im Hohepriesterlichen Gebet: "Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, so durch ihr Wort an Mich glauben werden." (Joh. 17,20)

So hat der Herr immer wider Menschen gefunden, die das Wort Gottes in ungeschmälerter Form weitertrugen.

 

In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg war unter dem deutschen Volk eine große Offenheit für das Heil in Jesus Christus zu finden. Es kamen auch in Engelsbrand Menschen zum lebendigen Glauben an Jesus Christus.

So gab es eine Schar, die als "Liebenzeller Gemeinschaft" bekannt war. Sie versammelte sich im Haus von Bruder Karl Reiser in der Neuenbürger Straße. Die Wortverkündigungen übernahmen u.a. Brüder der Liebenzeller Mission und Brüder aus Engelsbrand. So manche Brüder von auswärts taten in den letzten 40-er Jahren ihren Dienst.

 

Brd. Fritz Nothacker hatte Verbindung zu Brd. Otto Becker aus Kreuztal in Siegerland/Westfalen. Der Bruder von Fritz Nothacker, Brd. Emil Nothacker, der für die Gemeinde in Engelsbrand verantwortlich war, lud Brd. Becker zu Diensten am Wort in die Liebenzeller Gemeinschaft ein. Er hat in mehrfacher Weise das Wort Gottes in Vollmacht verkündigt. Die Lösung von Gemeinden, in denen nicht das volle Evangelium verkündigt werden durfte und die Glaubenstaufe auf den Namen Jesu, standen damals auf dem Leuchter. Dies führte auch in Engelsbrand zu Spannungen, so dass Brd. Becker nicht mehr eingeladen werden durfte. Auch von Liebenzell wurden die Brüder, die für das volle Evangelium eintraten, ausgeschlossen und auch Brd. Karl Reisser stellte seine Räume nicht mehr zur Verfügung.

 

Die Geschwister, die das ganze Wort Gottes vertraten, trennten sich von der Liebenzeller Gemeinschaft und versammelten sich im Haus der Geschwister Friederici. Später nahm man die Gelegenheit wahr, einen Raum bei Schw. Friederike Laub als Versammlungsraum auszubauen.

 

Nach einigen Jahren bestand die Möglichkeit, sich im Gasthaus Hirsch, gegenüber der evangelischen Kirche in Engelsbrand, zu versammeln. Dort verbrachten die Geschwister eine dramatische Zeit vielen Anfeindungen und Verachtung. Das Gebäude gehörte damals der Familie Reuter. Die Ehefrau Reuter und ihre Mutter schlossen sich der Gemeinde an. Das Gebäude "Der Hirsch" sollte umgebaut werden, um es als Versammlungshaus und gleichzeitug als Ferienhaus für Geschwister aus befreundeten Gemeinden nutzen zu können. Die bürgerliche Gemeinde Engelsbrand sah es nicht gerne, dass die Geschwister dieses Gebäude übernehmen wollten. Es wurden bereits Versammlungen "im Hirsch" abgehalten, als die bürgerliche Gemeinde Engelsbrand Herrn Reuter ein attraktives Kaufangebot machte. Herr Reuter verkaufte das Gasthaus der Gemeinde, welches dann zu einem Kindergarten mit Wohnungen umgebaut wurde.

 

Nach verschiedenen Überlegungen entschlossen sich die Geschwister für einen Neubau in der Grösselbergstrasse in Engelsbrand. In der Zeit nach dem Auszug aus dem Gasthaus Hirsch und der Fertigstellung des neuen Gemeindehauses (ca. 1962 bis Ende 1963) versammelte man sich im Haus von Schw. Frieda Rentschler und Brd. Wilfried Rentschler.

 

Inzwischen wurde der Verein "Schwarzwald Volksmission e.V." gegründet. Die Gründungsmitglieder waren folgende Brüder: Michael Lötterle, Emil Nothacker, Viktor Friederici, Walter Kerstan, Karl Stephan, Günter Tendies und Wilfried Rentschler.

 

Gegenwärtig sind die Brüder Josef Kramer, Gerhard Blasofszky und Rainer Rakoschi mit der Vorstandschaft betraut.